07. JUNI – Wer bin ich?

07. JUNI – Wer bin ich?
Im Leben geht es nicht darum, sich selbst zu finden. Im Leben geht es darum, sich selbst zu erschaffen.
George Bernard Shaw
Klarer lässt sich die Frage des Tages wahrscheinlich niemals beantworten.
Sich selbst erschaffen- das ist der ultimative Vollzeitjob und was dabei entsteht, das bin dann ICH, nicht mehr und nicht weniger.
Die Zutaten für dieses Werk ändern sich ständig, sowohl in mir selbst, als auch in meinem Umfeld. Genau das ist die grosse Herausforderung, daraus etwas Einzigartiges zu erschaffen.
06. JUNI – Lebendig bleiben

Erst wollte ich möglichst lange leben. Heute will ich möglichst lange lebendig bleiben. Vielleicht kann ich das irgendwie verbinden.
Uwe Anger 16. November 2025
Wie soll so etwas funktionieren? Ich glaub, es gibt dazu nur einen einzigen Weg.
Früh Aufstehen und den neuen Tag wie den Tag der Geburt zu sehen. Jede Herausforderung ist im Grunde nur eine Aufforderung, die das Leben anbietet.
Als Neugeborener hieß das, komm steh auf und dann lauf los. Du hast mit keiner Silbe darüber nachgedacht, wie und ob das geht, oder wie anstrengend das werden könnte.
So mach ich das jeden Tag. Ich verliere keinen Gedanken darüber, ob oder wie etwas gelingen könnte. Ich mach’s einfach, immer und immer wieder. Solange ich morgens aufwache.
Ich glaub das ist dieses lebendig.
05. JUNI – Der Kreislauf des Lebens

Ich kann in drei Worten alles zusammenfassen, was ich über das Leben gelernt habe: Es geht weiter.
Robert Frost
Die Sprache ist es, was den Menschen ausmacht. Das ist das Besondere an ihm.
Der Falter flattert und der Mensch schnattert.
Friedrich Schiller vermochte das so wundervoll auszudrücken:
Man sollte wirklich alles, was sich über das Gemeine erheben muss, in Versen wenigstens anfänglich konzipieren, denn das Platte kommt nirgends so ins Licht, als wenn es in gebundener Schreibart ausgesprochen wird.
Friedrich Schiller in einem Brief an Goethe vom 24. November 1797
Doch was wird im Leben geschehen, wenn dem Menschen dieses Besondere verloren geht? Ich glaub es lässt sich kaum treffender zusammenfassen, als mit den drei Worten von Robert Frost…
ES geht weiter
Das Besondere von Robert Frost zum Schluß

Kein Gold, das dauern mag
Robert Frost (meine Übersetzung)
Der Natur erstes Gold ins Grün,
Es zu erhalten, wäre kühn.
Ihr früher Gruß ist eine Blüte
doch nur für eine Stund welch Güte
Schon wird Blatt für Blatt ganz lahm
auch Eden versank in Gram.
So sinkt hinab ein jeder Tag,
kein Gold, das dauern mag.
04. JUNI – die Gedanken sind frei

Wenn wir uns sagen, was wir denken, lernen wir uns verstehen. Wenn wir überlegen, wie der andere etwas hören will, was wir sagen wollen, beginnen wir uns zu beurteilen und misszuverstehen.
Uwe Anger 08.November 2025
Wie komm ich auf diesen Gedanken? Das Unheil dieser Welt beginnt für mich nicht im Grossen. Für mich beginnt es im Kleinsten. Zwischen uns selbst. Aller Streit, aller Frust, jeder Krieg wird geschürt und entfesselt, wenn wir den Gedanken eines anderen Menschen nicht zuhören, diese nicht zulassen, oder unsere eigenen Gedanken einem anderen Menschen aufzwingen wollen.
Dabei ist diese Erkenntnis Die Gedanken sind frei eine der wichtigsten Grundlagen friedlichen Zusammenlebens.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben hat die heute gängige Textversion 1842 verfasst. Der Ursprung geht sogar auf das Jahr 1800 zurück. Hier eine gesungene Version.
Eine Variante mit Konstantin Wecker, die zeigt, wie tief diese Freiheit der Gedanken in unserem tiefsten Innern verwurzelt ist.
Ich werde mir die Freiheit meiner Gedanken auf Ewigkeit erhalten und ich bleibe dabei….
die Gedanken sind frei
Auch wenn sie so Mancher nicht hören will und das Lied in manchen Zeiten sogar verboten wurde.
03. JUNI – der grösste Fehler

Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen.
Dietrich Bonhoeffer
Manchmal geht es mir auch so und dann frage ich mich… Was soll nur werden? Wie soll es nur weiter gehen?
In diesen Momenten stelle ich mir immer gerade Neugeborene und kleine Kinder vor. Sie stehen vor einer wesentlich größeren Herausforderung. Sie wissen noch nichts und liegen hilflos am Boden.
Die ganze Welt, mit all ihren Errungenschaften und Erfindungen hat schon unendlich viel Vorsprung, der schier uneinholbar erscheint. Und doch macht jedes dieser kleinen Wesen sich auf und wird ein einzigartiger, unverwechselbarer Teil des Lebens, mit allen seinen Fehlern die auf dem Weg passieren.
Das gibt mir immer wieder Kraft. Bin ich doch selbst eines dieser einzigartigen, unverwechselbaren Wesen.

02. JUNI – volle Vielfalt

Stell Dir vor, alle Menschen würden sich voll entfalten. Die Welt wäre ein unendliches Blütenmeer.
Uwe Anger 09. November 2025
Dieser Gedanke kommt mir immer wieder.
Wir Menschen wollen immer die Welt verändern, dabei könnte die Welt tatsächlich ein noch wundervollerer Ort sein, eben ein riesiges #Blütenmeer, wenn wir uns selbst als das liebenswerteste Exemplar, was je gelebt hat, betrachten würden und uns voll entfalten.
Vielleicht müssen wir erst sprichwörtlich mit dem Kopf gegen die Wand knallen, damit wir das irgendwann erkennen.

01. JUNI – Kinder sind das volle LEBEN

Wirklich zu leben – das ist das Allerseltenste auf dieser Welt. Die meisten Menschen existieren nur, sonst nichts.
Oscar Wilde
Was ist dieses wirklich Leben?
Vielleicht so?

Ich sag’s mal mit meinen Worten
Wenn wir anfangen zu lernen, wie das LEBEN wirklich geht, fängt das nur Existieren schon langsam an.
Der erste Kindertag in 2026 ist eröffnet.
