28. Juni – malerische Schönheit

28. Juni – malerische Schönheit
Der Maler ist das Auge der Welt. Der Maler soll die Menschen lehren, das Wesentliche zu sehen und die Realität schonungslos zu bezeugen, auch das, was hinter den Dingen liegt.
Otto Dix
Es gibt diese Momente- zu denen ich sage, das ist malerisch schön, weil sie fast wie ein Gemälde wirken.
Doch was lässt sich hinter den Dingen, die ich im ersten Moment sehe, tatsächlich wahrnehmen? Was ist dieses Auge der Welt? Vielleicht geben zwei Gemälde von Otto Dix die Möglichkeit, sich wie das Auge der Welt zu fühlen.


27. Juni – entdeckte Schönheit

Am Anfang wollen wir nur entdecken, bis die ersten Verführungen uns vom eigenen Entdecken ablenken.
Uwe Anger 07. Dezember 2025
Vor sieben Jahren war hier noch eine Betonwüste. Wir haben entdeckt, dass sich dahinter ein Paradies versteckt.

Heute kann ich sagen- oh, wie schön– ich hab das Paradies gesehen.
Wo? In #Riesa bei #LebNatEne auf dem #Naturentdeckerpfad für #Riesa2030
26. Juni – zerissene Schönheit

Die Zerrissenheit im Weltgetriebe,
bezieht sich nicht nur auf die Liebe.Klaus Ender
Versuche ich diese LIEBE zu beschreiben, stellt es sich für mich tatsächlich so dar. Ein Wechselbad der Gefühle. Hin und Her gerissen, von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.
Ist das diese grosse Herausforderung für und von uns Menschen? Ist es das, woran wir gerade im Prozess unserer Entfaltung als Mensch arbeiten und so oft verzweifeln?
Mir fällt dazu eine Zeile ein, die Faust im Pakt mit dem Teufel als grossen Deal aussprach.:
Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Das ist diese ewig währende Zerissenheit, mit der ich, mit der wir Menschen klar kommen müssen. Vom ersten Moment treibt uns die Neugier an, etwas, was auch immer es ist, zu erkunden, zu entdecken und dabei entwickeln und entfalten wir uns doch erst.
Diese Augenblicke, zu denen wir sagen,Wau- lass es nie mehr vorüber gehen, es ist so was von SCHÖN. Genau das ist die diese Zerissenheit- wir wollen einerseits immer neues entdecken und andererseits das SCHÖNE auf Ewigkeit festhalten.
Vielleicht ist genau das die Besonderheit von uns Menschen. Wir werden nie diese unverwechselbar schöne Blüte oder dieser farbenfrohe Schmetterling sein. Wir sind das Sinnbild des Lebendigen selbst. Wir bleiben in der ewigen Metamorphose, ohne jemals den Gipfel zu erreichen. Oder wir halten fest und verschwinden als Mensch vollständig.
Oder wir werden auch einst eine ewig wiederkehrende Blüte, die dann andere Wesen in der ewigen Metamorphose oder Zerrissenheit des Schönen, bestaunen.
Wer kann das jemals wissen?
25. Juni – in Schönheit eintauchen

Neo, früher oder später wirst du, so wie ich, realisieren, dass es einen Unterschied macht, ob man den Pfad kennt, oder den Pfad geht.
Morpheus in MATRIX
35 Grad, 38 Grad vielleicht auch noch über 40 Grad. Als ich heute eintauchte in das Grün des Stadtparkes in #Riesa spürte ich nichts davon.
Ich habe mich am Fuß eines Baumes einfach auf den Rücken gelegt, den Kopf auf die mächtigen Wurzeln und hinauf in das grüne Blätterdach geschaut. Ein paar Buchfinken, Grasmücken und Ringeltauben umrahmten das noch mit einem einzigartigen Konzert.
Da war es dann wieder. Ich war ergriffen, berührt, vollkommen eingetaucht und fühlte es ganz tief in mir drin
Oh, ist das schön

24. Juni – Schönheit erleben

Wenn es etwas gibt, wofür zu leben sich lohnt, dann ist es die Betrachtung des Schönen.
PLATON
Doch was ist dieses Schöne?
Es ist etwas, das uns anspricht, das uns berührt, das uns mit Faszination ausrufen lässt…
Oh, wie schön
Es ist etwas, dass sich nicht konsumieren lässt, etwas, das gut ist in seinem bloßen, nackten Sein. Etwas, das mir staunend den Mund offen stehen lässt, wie diese Jungfer im Grünen.

So kommt in einer Zeit der Dunkelheit die Schönheit ins Spiel. Schönheit ist dasjenige, was uns lebendig sein lässt: what does bring us alive
Auszug aus >Lebenselexier Schönheit- WAS UNS RETTET< von Christoph Quarch
23. Juni – WAHRNEHMEN

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen, wird nie alt werden.
Franz Kafka
Was ist schön? Wann ist etwas oder jemand alt? Wie erkenne ich das? Was kann ich Wahrnehmen?
Als ich das Windlicht im heutigen Titelbild letzte Woche in einem Geschäft in Großenhain entdeckte, habe ich es spontan ins Herz geschlossen und mitgenommen und meiner Frau geschenkt.
Es hat in mir Bilder wachgerufen. Es erinnert mich an Wien, an Friedensreich Hundertwasser an Lebendigkeit, Vielfalt. Dort entstand auch dieses Bild:

Kein Fenster ist Standard, kein Stein gleicht dem anderen. Selbst die Poller im Vordergrund verweigern sich jeglicher Gradlinigkeit.
Das Bild entstand vor acht Jahren. Eine scheinbare Ewigkeit? Für mich das Symbol der Unendlichkeit.
Schau ich es mir an, kann ich es wahrnehmen, was mit diesem schön sein, gemeint sein könnte. Schön ist für mich, was möglich ist, was besonders ist, was einzigartig oder einmalig ist, so wie DU und ICH.
22. Juni – ständige Veränderung

Man fängt doch an, zu verblöden, wenn man immer nur gute Laune hätte.
Richard David Precht 2025 in 3nach9
Das war’s schon wieder. Der Zenit ist erreicht. Die Tage werden schritt für Schritt kürzer und trotzdem ist im gleichen Moment Sommeranfang mit dem Wechselbad der Gefühle.
Erst eine Hitze die zu langsameren Bewegungen zwingt und im nächsten Moment sintflutartige Regenfälle die nicht nur die Temperaturen abstürzen lassen, sondern auch so manches Blatt oder so manche Frucht zu Boden zwingt.
Gestern noch 38 Grad Celsius und heute morgen 20 Grad Celsius. Eine Trainingseinheit für Veränderung oder das Wechselbad der Gefühle.
Hab ich da gleich schlechte Laune? Nö, ich hab sie in Gelassenheit getauscht. Ich nehm’s, wie es kommt. Da bleibt der Adrenalinspiegel auf verträglichem Niveau und wenn ich ihn höher haben will, lauf ich ne Runde.
