um ZEIT ZU er LEBEN

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die ersten 100 km am Stück beim Thüringen Ultra

was soll ich dazu noch sagen… es geht, selbst mit einer lädierten Plantarfaszie und 38 Grad und 2.300 Höhenmetern, die musste ja hoch und auch wieder runter.
am 04.07.2015 hieß es dann auch 03:20 aufstehen und fertigmachen, denn 04:00 war Start. UltratrailTh_04Uhr_startmitmir_2015Es dämmerte schon leicht und mein Auto, in dem ich übernachtet hatte, stand nur ca. 50 m vom Start entfernt. Ich konnte mich also ganz relaxt in die zur zu erwatenden Hitzetour passende Laufkleidung hüllen und in aller Ruhe im Org-büro meinen Zeittransponder in Empfang nehmen. Das absolut meggamäßige, es starteten nur ca. 280 Läuferinnen und Läufer und ich positionierte mich in den vorderen Reihen, denn ich wollte bis 07:00 auf der Glasbachwiese sein, denn da waren dann schon mal 27 km und 811 Höhenmeter gepackt.
Genauso habe ich´s dann auch abgeschnurrt, denn ich rechnete stark damit, dass meine linke Fusssohle über die mehr als 100.000 Schläge mehr als erfreut sein würde und im weiteren Verlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tempo von 6:39/km nicht durchzuhalten sein würde. Pünktlich um 07:01 war ich dann auch oben, immerhin als Debütant noch Platz 11 von 59 der M50iger bzw. Platz 56 von 215 Männern. 
Tape

Ziel war für mich jedoch anzukommen mit dem Fuß, 100 km ist ja doch ein Stück und die Härten standen ja noch bevor- die Hitze sollte noch kommen und kam auch. Das Tape, was ich mir in der Ortopädie Dr. Theinert in Riesa noch am Donnerstag hatte kleben lassen, hat Bestes geleistet. Dank nochmal von hieraus für die kurzfristige Hilfe.
Immerhin kam ich nach 8:15 Stunden und über 2.000 Höhenmetern schon bei km 63 an. Danach musste ich zum Schutze meines Fußes die Pausen an den Verpflegungsständen etwas ausdehnen. km63_12Uhr15

UltratrailThZielfotooben2015

100,22 km da geht das Grinsen automatisch

Hier ein paar Eindrücke von unterwegs und natürlich vom Zieleinlauf- von dem Foto bin ich besonders begeistert, sieht irgendwie aus, als wäre ich mal um den Block gerannt.  Etwas anders hat es sich dann doch angefühlt, doch es ist der Wahnsinn, was der Körper so für Stoffe durch die Adern jagt, dass Du nach 100 km noch so ein Bild abgibst. Bei diesem HitzeUltra gab es eine sehr grosse Abbrecherquote. Um so mehr freut es mich, trotz Lädierung und Wahnsinnshitze meinen ersten 100er eingesackt zu haben.

Mein Fazit:
Nächstes Jahr mache ich 3 Wochen vorher keine Barfußlaufwoche oder ich bin dann schon soweit, die 100 in Barfußschuhen zu laufen. Auf jeden Fall bin ich wieder am Start und hol mir den 2. Stern.

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Ein Stern, der Deinen Namen trägt

Ach Muskelkater hatte ich auch hier hinterher keinen. Irgendwas muss meine Art zu Laufen eben doch bringen. Weiter unten noch ein paar Eindrücke, die ich von der perfekt organisierten Veranstaltung auf jeden Fall festhalten muss.

Es war unglaublich, was die liebevollen Helfer an der Strecke geleistet haben. Tausend Dank dafür. Bei dieser Affenhitze war das beflügelnd. Genial war auch die Unterstützung an der Strecke. An fast jedem 2. Grundstück waren provisorische Duschanlagen aufgebaut und oft standen zusätzliche Kühlbehälter mit Getränken. An einer Quelle im Wald war sogar ein Ehepaar angefahren und füllte ständig Gießkannen, um uns Läufer und Läuferinnen zu übergießen.

Zum Nachlaufen

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