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Frischsprossenbratling- Alternative zu Grünkernbratling- einfach nachgedacht-

Vor kurzen hörte ich von einer ach so gesunden Speise- Grünkernbratlinge- klingt so gesund, weil grün und ohne Fleisch muss das ja sowieso gesund sein, klingt auch vegan oder vegetarisch.
Ich bin leider so ungebildet und weiß noch nicht mal was Grünkern ist. Macht ja nichts. dacht ich mir. Ich kann mich ja mal schlau machen. Dabei stellte ich fest, dass Grünkern im Grunde eine  genauso tote Zutat ist, wie Fleisch, oder Tütensuppe oder industriell verarbeitete Nahrungsmittel aus dem Supermarktregal. Wieso? Die Antwort und Alternative in zwei Schritten:

  1. Was ist eigentlich Grünkern?
  2. Mein Alternativrezept- Frischsprossenbratlinge

20170319_Frischsprossenbratling_an_Rukola1.Was ist eigentlich Grünkern? Naja- Grünkern ist vor ein paar 100 Jahren einmal in der Not entstanden, aus Sorge vor dem Verhungern, wegen ständiger Missernten. Dabei kamen die Menschen auf die Idee, das noch nicht ausgereifte, also noch unfertige Korn des Dinkels früher zu ernten, um damit Missernten zu entgehen. Danach wurde das unfertige Korn trocken gedarrt- was bei 100 bis 150 Grad erfolgt- so war ein zwar haltbares Korn entstanden, was jedoch leider nicht mehr keimfähig ist. Nicht mehr keimfähig bedeutet in der Natur tod. Wichtige Enzyme und Vitamine sind unwiederbringlich zerstört. Mehr dazu auch im Netz

2. Mein Alternativrezept- Frischsprossenbratlinge- das geht wirklich einfach.20170319_102918
Zuerst packte ich 3 EL Sechskornmischung, also Weizen, Roggen, Gerste, Nackthafer, Dinkel, Buchweizen und noch einmal paar EL Dinkel und Buchweizen in unseren Biosnacky zum Keimen. Nach zwei Tagen sind die weit 20170319_104417genug, um die Bratlingmasse zu bereiten.
In unseren Mixer packte ich- eine Handvoll getrocknete Tomaten, 2 frische Tomaten, Thymian, Oregano, Pfefferkörner, Senfkörner, Sonnenblumenöl, etwas Mineralwasser, kurz zu Mus mixen.
Danach die Spossen mit Öl und Mineralwasser pürieren und zum Mus zugeben. Dazu Kurkuma und etwas Sojasoße.
Ein Glas voll Dinkelkörner im Flocker flocken und zur Masse geben. Alles verrühren und zur Masse geben und gut verrühren. 2 Stunden oder länger die Masse ruhen lassen. 20170319_105156
Danach Pfanne erhitzen, die Masse zu Bratlingen formen und in geschmolzener irischer Butter bei geringer Hitze wenige Minuten von beiden Seiten anbraten.
Wir haben diese Bratlinge auf Rukola mit etwas Zitronensaft und Walnussöl und einigen kurz gedünsteten Süßkartoffelwürfeln und einer Tomate angerichtet. Auf den Süßkartoffeln haben wir ein paar  Edamerstifte schmelzen lassen.
Fazit: extrem suchtgefährdend- dazu noch verflucht nahrhaft.
Natürlich ist es noch optimaler, die Masse gleich roh zu verspeisen, weil dann tatsächlich alle Nährstoffe vollständig zur Verfügung bleiben- Die Masse ist bereits in diesem Zustand sehr lecker.  Doch die Bratlinge sind auf jeden Fall werthaltiger, als das tote Grünkern, oder sogar die als BIO oder VEGAN bezeichnete Grünkernbratling Trockenmischung aus dem Supermarkt.
Wir leben heute in einer Zeit, wo frisch und lebendig wieder geht, ohne Angst vorm verhungern zu haben. Etwas Zeit und Liebe zum eigenen Körper ist natürlich Voraussetzung.
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