um ZEIT ZU er LEBEN

Wir sehen die Welt mit eigenen Augen

Heureka der Woche 47- 2025- wenn es kälter wird

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23. November – Ungefangen Halt finden

Im ersten Frost gefangen

23. November – Ungefangen Halt finden

Die Gewohnheit ist ein Seil. Wir weben jeden Tag einen Faden, und schließlich können wir es nicht mehr zerreißen. 

Horace Mann

Heute ist es zur Gewohnheit geworden, sehr schnell und ungeprüft Nachrichten und Informationen zu verbreiten. So wird das heutige Zitat seit 2004 immer wieder und leider falsch Thomas Mann zugeschrieben.

Der Frost ist eine der Gewohnheiten, die uns mit wundervollen Schönheiten zeitweise gefangen hält. Daraus wird uns der Frühling mit  kraftvoller Gewohnheit wieder befreien.

@Eigenaufnahme 12.Novembet 2025

Mit gefährlichen Schönheiten weben, bereits selbst in, für sich, gesponnenen Netzen, gefangene Techniknerds Seile um die Menschen. Daraus können wir uns nur selbst befreien. 

Zum Glück gibt es jedoch Menschen, die es sich zur Gewohnheit gemacht haben, den Dingen immer wieder auf den Grund zu gehen. Und es gibt Menschen, die diese Menschen, wie mit einem starken Seil, miteinander verbinden, wie hier ZITATFORSCHUNG mit  GERALD KRIEGHOFER.


Gewohnheiten können uns halten, wie ein starkes Seil oder gefangen halten und uns unsere Freiheit rauben. Uwe Anger 23. 11. 2025


Wir entscheiden selbst, wozu die Seile in unserem Leben uns dienen, die wir selbst weben.

In der Freiheit Halt gefunden- über den Kanälen von Leipzig

22. November – über den Horizont schauen

@Eigenaufnahme

Es gibt im Grunde nur ein Problem in der Welt, und es hat diesen Namen: Wie bricht man durch? Wie kommt man ins Freie? Wie sprengt man die Puppe und wird zum Schmetterling?

(Leverkühn, S. 414) aus Doktor Faustus von  Thomas Mann

Ich lese diese Zeilen und ich frage mich, was diese in mir selbst auslösen. Es braucht eine Weile und ich denke an ein Gespräch mit einem lieben Freund in den letzten Tagen und seiner Frage…

Was war zuerst da- das Huhn oder das Ei?

…und die ganze Wucht der Vielfalt überwältigt mich schon wieder. Es soll wohl allein 28.000 Käferarten weltweit geben, die sich so entpuppen.

Im Larvenstadium verbringen sie drei bis vier Jahre, manche Art noch länger. Und wir nehmen uns noch nicht einmal die Zeit, dass zu begreifen, begreifen zu wollen. Wir wollen alles, jetzt, sofort.

Wie wollen wir dann über unseren schon begrenzten Horizont schauen?

Im Gespräch ging es noch weiter, mit der Frage zum Urknall und wie unser Universum entstand. Daran denke ich gerade und trete barfuß hinaus in den Frost dieser Nacht. Drei Grad Minus zeigt das Thermometer und die Nacht ist sternenklar. Ich seh in das Sternbild des Orion und diese unfassbare Weite des sternenübersäten Firmaments und ich denke an die Antwort, die ich mir auf die Frage zum Universum vorstelle.

Vielleicht ist unser Universum ja nur ein Larvenstadium. Da entpuppt sich vielleicht gerade nur etwas, das wir Universum nennen, das unseren beschränkten Horizont schon sprengt. Doch vielleicht ist unser Universum selbst nur Teil eines noch viel unvorstellbareren Multiversums.

Jetzt spüre ich tatsächlich, warum ich mich so verbunden fühle mit jedem einzelnen Hauch dieser Lebendigkeit und weiß augenblicklich die Antwort….


So bricht man durch? So kommt man ins Freie? So sprengt man die Puppe und wird zum Schmetterling?


… und sage D A N K E Hans für Deine Fragen. Jeder Aufreger des Tages ist den Moment nicht wert, bei dieser unvorstellbaren Fülle.


21. November -die 3K … Kriege, Krisen,Katastrophen

Wenn wir die Welt verstehen wollten, führen uns Nachrichten eher in die Irre. 

Steven Pinker

Die Informationsfülle wurde bereits vor mehr als 70 Jahren als Narkotisierende Dysfunktion bezeichnet.

Daher  wurden auch die 3K- Kriege, Krisen,Katastrophen schon vor Facebook und Co. genutzt, um überhaupt noch Aufmerksamkeit in den Medien zu erzeugen.

Die Flut an Informationen wirkt wie Drogen und Sex. Wir werden praktisch besoffen gemacht, narkotisiert

Liebe macht bekanntlich blind

Wobei das ja ausschließlich die überschaubare Zeit des Verliebtseins betrifft.

Wer besoffen ist, bekommt auch nichts mehr mit.

So werden wir IRRE und süchtig nach diesem IRRSINN, weil wir endlich mal unsere Ruhe haben wollen. Willkommen im IRRENHAUS der Gegenwart.


Wer soll in diesem besoffenen Zustand die Welt noch verstehen?


Da führt dann nur noch kalter Entzug raus.

Verzicht.

Und plötzlich ist da diese Stille, nach der sich alle sehnen. Endlich die wirkliche Ruhe und in diesem wundervollen Moment

verstehe ich endlich die ganze Welt.

Endlich Stille

20. November – Social Proof -ätzsche Bätzsche

Wenn 50 Millionen Menschen eine Dummheit behaupten, wird sie deswegen nicht zur Wahrheit. 

Somerset Maugham

Ätsch, du sitzt in der Patsche oder bist in eine Denkfalle geraten.

Da fängt im Saal einer an zu Klatschen und plötzlich klatscht der ganze Saal. Haben wir alle einen an der Klatsche?

97 Prozent positive Bewertungen und schon hast Du auch geklickt und dann… Sitzt Du doch in so einem Drecksloch im Urlaub, oder hältst den nächsten Schrott aus dem Internet in der Hand.

Goldpreis knackt die Marke von 4.000 US-Dollar. Ach und wieder jemand, der mit BitCoin zum Multimillionär wurde. Es kann nur aufwärts gehen. Käufer haben Angst, etwas zu verpassen

Dabeisein ist Alles


Naja- Lieber falsch entschieden, wie alle, als gegen den Mainstream dumm dastehen.

Bewegen wir uns auf den nächsten Irrwahn zu?


Vorwärts immer, rückwärts nimmer.

Irgendwann steht dann wieder in den Todesanzeigen….

Gestorben für Führer, Volk und Vaterland

Ich hab zum Selbstschutz einen etwas brutalen Wachmacher formuliert, wenn der Irrsinn besonders grosse Blüten trägt.

Scheiße muss gut schmecken, oder können sich 100.000 Fliegen irren?


19. November – wenn Menschen träumen

Danke an Sandra für diesen tollen Einblick

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Grösse unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Mass unserer Menschlichkeit. 

Martin Luther King

I have a dream

Die Worte von MLK sind ein Symbol geworden.

Was bedeutet es jedoch wirklich MENSCHLICH zu sein? Lässt sich für diese MENSCHLICHKEIT überhaupt ein Maß finden?

Legen wir mehr in diese Wortschöpfung, als sie ist oder sollten wir uns derer tiefer bewusst werden?

Wenn die letzten Blätter gefallen sind, alles zur winterlichen Ruhe kommt, bietet sich vielleicht die Gelegenheit, genau darauf eine Antwort zu finden.

Was ist so besonderes an uns Menschen, dass wir uns in menschlich und unmenschlich einteilen?

Pflanzlich haben wir zumindest auch erfunden, unpflanzlich hab ich jedoch noch nicht gehört.

Tierisch habe ich schon gehört, sogar tierisch gut hat es in den Sprachgebrauch geschafft und sogar in die Werbung. Tierlich oder Untierlich gibt es jedoch nicht.

Als Untier wird ja auch nur ein abartiger, grässlicher, scheusslicher Mensch, ein Scheusal also ein Unmensch bezeichnet. Was  bilden wir uns ein, ein Scheusal ins Reich der Tiere zu senden?

Liegt es vielleicht an der Abgehobenheit eines bestimmten Teils von uns Menschen, etwas Höheres zu sein, als jedes andere Lebewesen? Gibt es vielleicht gar keinen Unterschied zwischen menschlich und unmenschlich?

Sind wir vielleicht unwürdig Teil des LEBENS, Teil der LEBENDIGKEIT zu sein, wenn wir uns über das LEBEN selbst hinweg erheben?

Wie gesagt, wenn alle Blätter gefallen sind, wenn wir es zulassen, dass etwas Ruhe in den Kreislauf des Lebens einkehrt, finden sich vielleicht Momente, in die nachfolgenden Worte einmal einzutauchen.

Es gibt Unmenschen, aber keine Untiere.

Karl Julius Weber (1767 – 1832), deutscher Jurist, Privatgelehrter und Schriftsteller


18. November – Rückbesinnung

Warum geht die Natur in den Winterschlaf?

Je schwächer der Körper ist, desto mehr befiehlt er; Je stärker er ist, desto mehr gehorcht er. 

JeanJacques Rousseau

Warum wurde mein Körper geformt? Warum verspüre ich Schmerzen? Warum muss ich schlafen? Warum stell ich diese Fragen?

Warum? Warum? Warum?

Einfache Antworten als Rückbesinnung

Eins: Zwei Gameten vereinigen sich um das Projekt Leben, oder Lebendigkeit immer wieder neu zu starten. Eines dieser Projekte sind wir Menschen.

Zwei: Schmerzen sind für mich die Sprache der Lebendigkeit. Schmerzen sagen nur zwei Dinge. Entweder- Halt inne und regeneriere, oder Bewege Dich, sonst stirbst Du. Die Aufgabe besteht darin, das Gespür zu entwickeln, welche Antwort gerade passend ist. Dieses Gespür ist, aus meiner Sicht, Lebendigkeit.

Drei: Das Leben gibt uns den optimalen Rhythmus vor. Schlaf heißt, regenerieren, Wach sein heißt, Bewege Dich. Wir Oberschlauberger wollen da zu oft was neu erfinden.

Vier: Fragen sind das hohe C zum Menschsein. Oder besser gesagt, die Antworten finden.

Ach lass mich doch damit in Ruhe, klingt irgendwie tierisch für mich, oder tödlich? Wer weiß das schon?

Oder wie Bob Dylan es musikalisch verarbeitete:

The answer is blowin‘ in the wind


17. November – zum GLÜCK gefunden

Alles was wir im aussen suchen, verlieren wir in uns selbst.

 Carl Jung

Und wenn es nun gar kein Aussen oder Innen gibt?

Ein Berg von unten sieht für die Meissten wie ein Hindernis aus, für andere wie eine Herausforderung- und –

Von Oben sehen die Einen die unendliche Grenzenlosigkeit und all die Möglichkeiten und Andere schauen in die hoffnungslosen, dunklen Schluchten, die es zu überwinden gilt.

Zum Glück darf das Jeder betrachten, wie er will. Mit etwas Abstand sind weder Berge noch Schluchten zu sehen und im INNERN genau so.

Was ist also dieses Innen oder Aussen oder dieses SELBST?

Ist es vielleicht mal hier oder dort, oder überall?


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