22. März – vollkommenes Glück

22. März – vollkommenes Glück
Alles ist – und war schon immer – voll-kommen.
Widmung in -Ändere deine Gedanken – und dein Leben ändert sich- von Wayne Dyer
Endlich ist es wieder länger hell als dunkel. Ob wir uns ärgern oder freuen, ob wir uns streiten oder umarmen, das Leben nimmt seinen Lauf.

Vor wenigen Tagen sah sie aus wie ein trauriger toter Asthaufen und jetzt, ist es es einen summender Wunderbaum, einfach voll-kommen.
Wenige Schritte weiter erleben wir mit wachem Auge, wie das Wunder des Lebens erneut seinen Lauf nimmt.
Wie schon in 2025 hat eine Ente ihren Brutplatz eingerichtet, genau an der selben Stelle, wie im letzten Jahr.
Alles ist eben schon immer voll- kommen, wenn wir es sehen können.
Das ist für mich vollkommenes Glück.
21. März – das bin ich

Im Innern des Konferenzsaales in der Handelskammer Hamburg
Glücklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafür hält.
Yuval Noah Harari
Samstag Morgen 21. März 2026 03:01 Uhr- Ich trete aus dem Hauptbahnhof in Berlin und mache den ersten Schritt in den Tag.
21:30 stand ich noch auf dieser Dachterrasse in Hamburg.

Der Tag fühlt sich kühl an. Ich laufe über die Gustav-Heinemann-Brücke über die Spree, vorbei am Bundestag hier in Moabit. Die Kuppel des Reichstagsgebäude leuchtet in den nächtlichen Himmel. Die Säulen, die das Brandenburger Tor bilden und die Quadriga mit der Siegesgöttin Victoria tragen, geben den Blick über den Pariser Platz auf die Prachtstraße unter den Linden frei.
STILLE – über der russischen Botschaft weht die russische Flagge ganz sanft im Wind und am Reiterstandbild Friedrich des Grossen denke ich- was Menschen doch so alles hervorbringen. So wie gestern abend Marcus im Gaga- Club auf der Reeperbahn all das in eine Karikatur zauberte, wie er mich, nach kurzer Erzählung über meine Hobbys, vielleicht gerade sieht.

Ja das bin ich…
… ein Lächeln im Blick, der all das wahrnimmt, Danke Marcus. Monumentales, Unfassbares, an das die Neue Wache Unter den Linden erinnert. Liebevolle Achtsamkeit, mit der die Denkmäler der Humboldtbrüder im Winter in schützende Holzhäuschen verpackt werden. Die Sankt Hedwig Kathedrale erhält auch gerade eine Grundsanierung und ich stehe auf dem Bebelplatz davor, auf dem eine Tafel an die Bücherverbrennungen erinnert, die hier am 10. Mai 1933 stattgefunden haben und ich nehme den Gesang der ersten Vögel im erneut erwachenden Morgen wahr.
Im wundervoll wiedererrichteten historischem Residenzschloss, was zum Humboldt Forum ernannt wurde, lese ich mehrere Tafeln mit Namen, die mit Spenden dazu beigetragen haben, dass dieses Wunderwerk wieder entstehen konnte.
Um 7:59 Uhr lese ich bei der Einfahrt des IC2449 in Riesa auf dem Display, dass gleich ein Bus fährt, mit dem ich sofort weiter nach Hause komme und tatsächlich öffnet mir drei Minuten später die freundliche Busfahrerin die Tür.
Nur noch wenige 100 m bis nach Hause.

Die Trinitatiskirche steht noch schlummernd im Nebel, so wie gerade noch der Fernsehturm am Alexanderplatz.
Als ich die Tasche im Abstellraum abstelle, sehe ich die Sprösslinge, die sich in meiner Abwesenheit weiter hinein ins Leben entfaltet zu haben scheinen.

Ein Gedanke geht mir durch den Kopf. Das ist wahres Glück, wie das doch alles, wie von Zauberhand geführt, funktioniert und ich bin mittendrin.
Ja das bin ICH…
…immer auf der ZEITreise des Glücks LEBEN.
Ich kann noch nicht einmal alles hier aufschreiben, was ich da noch so alles in den letzten 48 Stunden erleben oder woran ich teilhaben durfte, noch kann und will ich irgendetwas davon festhalten.
20. März – alles ist möglich und auch nichts

C’est la vie
Wenn du die Art Weise änderst, wie du die Dinge betrachtest, ändern sich die Dinge, die du betrachtest.
Wayne Dyer
Ist alles so federleicht? Woher soll ich das wissen? Es liegt im Auge des Betrachters, was wir sehen und wie wir es sehen …

…und manchmal hilft einfach Improvisation, um etwas Unglaubliches zu erleben…
… hier einfach mal mit dem unübertrefflichen Bobby McFerrin…
19. März – Einmal Weltuntergang und zurück oder NEXUS
Geschichte ist nicht die Beschäftigung mit Vergangenheit, sondern die Beschäftigung mit Veränderung.
Yuval Noah Harari – *24. Februar 1976 in Kirjat Ata israelischer Historiker, Philosoph und Hochschullehrer
Lässt sich die Welt begreifen oder verstehen?
„Nexus“ ist ein lateinisches Wort für Verbindung, Verknüpfung oder Zusammenhang – vielleicht auch ein Synonym für Knotenpunkt. Knotenpunkte- die Verbindungen zu stabilen Netzwerken vereinen.
Begreifen ist einfach, es ist ja das Anfassen, das sich mit etwas Beschäftigen. Dabei bilden sich Synapsen in unseren Gehirnen und entwickeln, beeinflussen und verändern unser Denken. Das können wir zwar auch mit reinem Denken oder Anschauen und Beobachten versuchen. Doch Gefühle, einprägende Erfahrungen und daraus resultierende Empathie entwickeln sich erst, wenn wir wirklich erleben.
Das ist ein hochkomplexer Prozess, der uns Menschen gerade jetzt wieder zur Verzweiflung bringt, weil wir versuchen, stabile Netzwerke durch Angriffe zu zerstören, die doch stabile Gemeinschaften schützen.
Es ist eben ein noch weiter Weg, bis wir wirklich beginnen zu Begreifen und dann verstehen, dass ein zerstörtes Netz Jahrzehnte, Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahrtausende braucht, bis es neu geknüpft ist.
Mancher erlebt es schmerzhaft bei einem Schlaganfall. So ungefähr sehe ich Kriege, es sind Schlaganfälle der Menschheit, nach deren Beendigung nichts mehr ist wie es war und alles mühsam wieder erlernt und aufgebaut werden muß.
Wie im HAINich – nach Jahrhunderten der Zerstörung ist es ein gehegter Wald, was HAIN, vom mittelhochdeutschen HAGEN, bedeutet.
Dabei lassen sich doch auch in scheinbar undurchdringlichen Netzen menschlicher Gemeinschaften Verbindungen schaffen, die plötzlich neue Wege freimachen.

Es ist sicher nicht einfach, aber möglich. Wir haben als hochentwickelte Menschen noch viel zu begreifen, aber auch schon viel dabei verstanden und verändert.
Es braucht heute nicht mehr Einmal Weltuntergang und zurück– wir begreifen und verändern uns immer besser.
18. März – Warum ich frag Warum?

Es kann ja nicht immer möglich sein, Daß alles sich glücklich ende – Und wenn die Sonne am höchsten steht, Kommt immer die Sonnenwende.
Ferdinande von Brackel (1835 – 1905), deutsche Schriftstellerin Quelle: Brackel, Die Tochter des Kunstreiters, 1875
Wer kennt schon Ferdinande von Brackel? Wer wird sich an mich erinnern? Warum auch? Ist es nicht Glück genug, von diesem Wunder Leben gekostet zu haben, an diesem so nahezu unglaublichen Glück teilhaben zu dürfen?
Manchmal vergesse ich, welch Glück allein dieses höchst unwahrscheinliche Wunder ist. Dann frag ich mich, warum gerade jetzt diese dunkle Zeit, warum dieses abgeschürfte Knie, warum dieses gebrochene Herz? WARUM gerade ich?
Doch dann blick ich auf und seh das winzige, unscheinbare Blümlein so mitten im zerstörendem Chaos und es macht KLICK. In einem ewigen Blütenmeer würd ich dies einzigartige Glück wohl garnicht wahrnehmen. Ach ja, das bin ja ICH.
Warum also, soll sich, wer auch immer, an mich erinnern, oder mich selbst JETZT wahrnehmen. Warum, wenn ICH, welch seltenes Glück, mich selbst nicht wahrnehme?
Ferdinande von Brackel fand für dieses WARUM nachfolgende, wundervolle Worte:

17. März – Wechselbad oder Dauerkomfort

Verbringen Sie jeden Tag damit, ein bisschen weiser zu werden, als Sie es beim Aufwachen noch waren.
Charly Munger 1. Januar 1924 in Omaha, Nebraska; † 28. November 2023
Wer ist weise? Oder- wie werd ich jeden Tag ein bisschen weiser?
In den ersten drei Jahren des Lebens halte ich mich jeden Tag an dieses Prinzip, jeden Tag ein bisschen weiser zu werden. Ich sammle jeden Tag neue Eindrücke und kein Tag ist wie der andere. Nach diesen ersten 1.095 Tagen bin ich zumindest weiser, als am ersten Tag.
Wirklich weise werde ich, wenn ich mit 99 Jahren, wie es Charly Munger vorschlägt und bis zum Schluß vorlebte, noch immer dieses Prinzip anwende.
So mancher scheint zwar die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben, erreicht die 99 Jahre, wenn überhaupt, eher mit Altersstarrsinn.
Mitten im ersten Coronajahr lernte ich Julius Teuber kennen, um den freistehenden Handstand zu erlernen.

Julius Teuber drückt das Rezept zur Weisheit von Charly Munger wie folgt aus:
Balance funktioniert nicht. Warum dein Körper regelmäßig ne Watschn braucht!
Julius spricht dabei von Intermittierendem Leben, was ständige Abwechslung statt Monotonie bedeutet, heraus aus dem Dauerkomfort. Mehr dazu, beim Klick in das unten stehende Bild zu einem Artikel zum Thema, aus und auf seiner Seite.
Insoweit scheint der Großteil von uns Menschen sich in den ersten drei Jahren im Leben intuitiv weiser zu verhalten, als im weiteren Verlauf unserer Existenz.
16. März – welch ein Morgen

Heute Morgen saß ich einfach in der Sonne. Es war eine Wonne.
Uwe Anger 18. Juni 2025 06:33 Uhr
An Tagen wie diesem, kann ich das Leben genießen. Dabei hat sich heute die Sonne mal die Wolkendecke über alle Strahlen gezogen. Wer weiß, was sie hat.
Und doch genieße ich den Tag, denn ich weiß, die Sonne ist da und lässt den Tag trotz allem erwachen. Und geht es mir mal so, dass ich mir die Decke einfach über beide Ohren ziehen will, dann mach ich es und sag mir, wer weiß, was er hat.


