um ZEIT ZU er LEBEN

Wir sehen die Welt mit eigenen Augen

Heureka der Woche 37- 2026-  klarer Blick

| Keine Kommentare

13. September- unfassbare Lebendigkeit

Sonnenblume Teddybär‘ (Helianthus annuus ‚Teddybär‘) oder ‚Goldener Ball‘ – ein Zaubertrick der menschlichen Züchtung

13. September- unfassbare Lebendigkeit

Wenn Sie das Leben kennen, geben Sie mir doch bitte seine Anschrift. 

Jules Renard

Gibt es etwas, das unerklärlicher, unbegreifbarer als das LEBEN selbst ist?

Wir Menschen sind darin wahrscheinlich die undurchschaubarsten Wesen. Wir glauben, wir könnten etwas entschlüsseln, dessen Teil wir selbst sind.

Aus Verzweiflung vor diesem Unfassbaren erfanden wir Anfangs tausende von Göttern und erzählen uns Geschichten in den Büchern und Schriftrollen der Religionen.

Unzählige verzweifelten und verzweifeln noch heute, wenn wir uns kurz vorm Entschlüsseln wähnen und dann doch feststellen- es ist wieder kein Briefkasten an der Tür, die es garnicht gibt.

Gibt es deshalb soviel Streit und Kriege in unserem menschlichen Zusammenleben, weil  die einen glauben, sie wüssten wie dieses LEBEN geht und diesen Irrglauben allen anderen aufzwingen wollen.

Dabei sauge ich doch mit jedem Atemzug eine klare Erkenntnis in mich auf- wir sind mit allem verbunden, sind ein Teil eines riesigen einzigartigen Organismus, in dem alles in alles übergeht. Deshalb atmen wir auch wieder aus, weil sich nichts in dieser Lebendigkeit festhalten lässt.

Wer sollte denn jetzt einen Briefkasten anbringen? Es ist ja keiner da, als dieses einzigartige, wundervolle LEBEN. Ich atme auch wieder entspannt aus und rufe …

C’est vie est belle


12. September- Erkenntnis

Befreiung in der ZUKUNFTSWERKSTATT

Es ist ein ungeheures, namenloses Gefühl, wenn das Innere seine eigne Kraft erkennt. 

Friedrich Schiller

Wohl dem Menschen, der diese Kraft, dieses Gefühl erkennt und trotz aller gesellschaftlichen Zwänge unbeirrt auslebt.

Schiller gelang das bereits mit 21 Jahren. Fast wäre er für diesen Befreiungsschritt in der damaligen Zeit zu jahrelanger Festungshaft verurteilt worden- er beging Fahnenflucht.

Was kann ich oder wer auch immer davon heute für den eigenen Weg durchs Leben schon noch mitnehmen?

Manchmal höre ich die Frage: Und was bringt Dir das? Was hast Du davon?

Meine Antwort lautet dann stets: Falsche Frage.

WARUM?

Das wiederum kann nur Jeder selbst für sich herausfinden. C’est la vie.

Der später ungewollt geadelte Friedrich von Schiller vermag uns vielleicht noch heute mit nachfolgender scharfer Zunge wachzurütteln, gerade jetzt:

Deutscher Nationalcharakter

Zur Nation euch zu bilden, ihr hoffet es, Deutsche, vergebens;
Bildet, ihr könnt es, dafür freier zu Menschen euch aus.

Aus dem satirischen und kulturkritischen Großprojekt Xenien von Goethe und Schiller


11. September- Haben und Sein

Projekt #ZUKUNFTSWERKSTATT- spielerische Entfaltung.

Das Wichtigste im Leben und in der Arbeit ist, etwas zu werden, was man am Anfang nicht war. 

Michel Foucault

Wir werden als hilflose Hosenscheisser geboren. Mancher ist es am Ende vielleicht wieder. Dann sind wir jedoch geblieben, was wir waren.

Vielleicht haben wir in der Zwischenzeit etwas erlebt, vielleicht haben wir uns Dinge angeschafft, die uns bei der Entfaltung behindern oder gar erdrücken.

Die volle Entfaltung könnte zum Sein führen. Ohne der Last des Habens auf den Schultern, gelingt das Entfalten bestimmt spielerischer.

Natürliche Entfaltung

10. September- die Herrschsucht

Der Grundinstinkt des Menschen ist Herrschsucht. Er will herrschen über Totes und Lebendiges, Körper und Seelen, Zukunft und Vergangenheit. Alle die vielfältigen Tätigkeiten, denen er sich hingibt, zielen dahin.  

Egon Friedell >Kulturgeschichte der Neuzeit<

Das ist wirklich sonderbar!

Einzig und nur über sich selbst will dieser weise denkende Mensch, dieser Homo Saphiens, diese selbst ernannte Krone der Schöpfung,  nicht herrschen.

Ist dem Menschen das zu anspruchsvoll?


09. September- auf Irrwegen

Wie passend- @Eigenaufnahme Jagd nach dem Wind

Man geht ja viele Umwege im Leben und hat seine Katastrophen. Die verändern einen, auf eine gewisse Art und Weise bleibt aber alles beim Alten. 

Nicholas Ofczarek

Das ist doch tatsächlich beruhigend und erstaunlich zugleich.

Wir Menschen suchen ständig nach Stabilität, Sicherheit, alles sollte seine Ordnung haben oder seinen Gang gehen.

Und doch geht uns dann diese Ruhe und Gelassenheit sowas auf den Nerv, dass wir eine Katastrophe nach der anderen erschaffen, glauben, wir müssten oder könnten irgendetwas erzwingen und brechen  für diesen Wahn ständig Konflikte oder Kriege vom Zaun, im Kleinen, da erleben wir es als Streit und im Grossen, dann wirds makaber zum Krieg.

Im Grunde ist alles die Jagd nach dem Wind.

Schon Kohelet – ein weiser Lehrer, ein wacher Beobachter- erkannte weit vor der Erfindung des modernen Christentums…

Es gibt kein größeres Glück für den Menschen,als dass er sich seines Lebens freut.

…ich sage mir, so sei es…

Die Vergänglichkeit des menschlichen Strebens ist eben wirklich schwer zu begreifen.


08. September- Lebensfragen

Liegen die Antworten in den Sternen?

Kann irgend etwas auf der Welt praktischer sein, als zu lernen, wie man am vorteilhaftesten leben soll ? 

William Somerset Maughams in >Auf Messers Schneide<

Doch was ist ein Vorteil? Was ist dieses LEBEN? Was heisst Leben sollen?

Warum hat so mancher Erdenbürger sich dazu ein Buch zur Hand genommen, um sich diese Fragen zu beantworten?

Warum hat so mancher Erdenbürger sich dazu entschlossen, diese Fragen zu beantworten , indem er selbst ein Buch schreibt?

Sind es oft die, die das Leben in all seinen Facetten ausprobieren, die sich so oft solchen Fragen stellen, oder leben die ihr Leben in all seinen Facetten, die sich keine Fragen stellen?

Darauf gibt es viele Antworten, die wahrscheinlich nur Derjenige herausfindet, der sich solche(n) Lebensfragen stellt.

Mancher sucht die Antwort ja sogar in den Sternen.

Liegen die Antworten vielleicht in den Sternen?


07. September- Fehler und Niederlagen

Verführerische Augenweide- Aronstab- der Genuss wäre ein möglicherweise tödlicher Fehler- zu finden auf dem #Naturentdeckerpfad by #LebNatEne

Ich mache gern Fehler und stecke auch gerne Niederlagen ein. Etwas bleibt immer dabei übrig- man ist immer etwas reicher. Und in dieser beständigen Bereicherung liegt eben die Weisheit. Dass man ins volle Leben geht. 

Henry Miller

Ich habe das für mich vor ein paar Jahren wie folgt interpretiert.

Ich liebe Menschen, die viele Fehler machen. Warum? Ich weiß aus Erfahrung, genau diese Menschen machen wenigstens etwas.

Irgendwie erinnert mich das an .meine Erkenntnisse in den Tageskalenderblättern der letzten Woche 36 zu Licht und Schatten und dass unser Leben immer wieder auf des Messers Schneide steht. 


Zum HEUREKA der Woche 36

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.