Ohne Zauberspruch kein Zauber…
Expecto Patronum
Ich bin bereit für den mächtigen Beschützer

Der heutige Dreiklang mit dem Z spricht nicht nur den umfangreichsten Zauber aus, dieser Dreiklang lässt ihn auch durch drei der magischsten Zauberer aller Zeiten erklingen…
Zauberer zelebrieren Zarathustra
Die Sonne geht auf. Das Individuum tritt in die Welt oder die Welt ins Individuum.“ So beginnt der „Hymnus an die Sonne“ aus Friedrich Nietzsches großem Werk Zarathustra. Ein wahrer Zauberer.
Richard Strauss gelang in unnachahmlichen Klängen im „Hymnus an die Sonne“ bis in alle Ewigkeit zu verzaubern. Ein Zauberer mit unglaublicher Magie…
Strauß Eingebung dazu ….
Zu lange hat die Musik geträumt; jetzt wollen wir wachen. Nachtwandler waren wir, Tagwandler wollen wir werden.
Dieser Zauber des Lebendigen –Zarathustra– ist schon seit Jahrtausenden das Expecto Patronum die magischste Zauberformel des Universums.
Der Zauberer Friedrich Nietzsche hatte dafür folgende Zauberformel…
Entweder dir gelingt dein Leben im Jetzt, oder du kannst auch vom Morgen nichts erwarten.
Manchem könnte diese Zauberformel Angst machen, wenn etwas nicht gleich gelingt.
Doch da tritt ein besonders grosser Zauberer in unser Leben und hilft uns diese allzu deutliche Wahrheit etwas weniger angsteinflösend zu sehen:
Manches dauert eben seine ZEIT, benötigt unendlich erscheinende Übung. Der Zauberer Hermann Hesse formuliert den Gegenzauber in seinen Versen Stufen:
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
Sind wir doch alle grosse oder kleine Zauberer, die Dinge entstehen lassen können, die niemand sehen kann. Was soll das sein?…
Liebe, Freude, Glück, Geduld und Zuversicht
Diese überstehen Feuer, Wasser, Sturm und jeden Schicksalsschlag und wir können sie auch in den schwächsten Momenten bei uns tragen. Wie soll das gehen?
Stufenweise mahnt der Zauberer
Stufen
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
von Hermann Hesse 04.05.1941
Genießt den Zauber der Weihnacht
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