um ZEIT ZU er LEBEN

Wir sehen die Welt mit eigenen Augen

Heureka der Woche 40- 2026- Wechselhaft

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04. Oktober- (UN) Geduld

Langsam kommt die bunte Zeit

04. Oktober- (UN) Geduld

Ich habe mein Leben lang die Erfahrung gemacht, dass, wenn man etwas heftig begehrt, die Geduld das am schwersten Aufzubringende und doch das Einzige ist, was zum Ziel führt.

Giacomo Casanova

Kaum vorstellbar, dass Giacomo Casanova, der grösste Verführer aller Zeiten, zu solch brachialer Erkenntnis kam. 

Doch weit verfehlt. Er ist der Beweis dafür, dass der grösste Hochgenuss der Verführung dann entsteht, wenn eine Eroberung gelingt, die vorerst auf absolute Abneigung stößt, oder schier unmöglich erscheint.

Zum Glück fand er zum Ende seines Lebens noch die Kraft, seine unfassbaren Unternehmungen in seinen Memoiren >Geschichte meines Lebens< niederzuschreiben, war er doch wesentlich mehr als ein Schürzenjäger.

Ich glaub, wem es heute gelingt, sich vom Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Syndrom zu lösen, der kann Geduldsfäden spinnen, die Schiffstauen gleichen, die nie zerreißen.

Das heutige Bild ankert mich förmlich und führt mir die uralte Erkenntnis erneut vor Augen…

In der Ruhe liegt die Kraft


03. Oktober- kannibalische Zivilisation

Wir verschlingen uns gegenseitig aus Höflichkeit, nennen es Zivilisation und wundern uns, wenn uns am Ende schlecht wird.

Voltaire

Status, Etikette, Fassade waren einmal die Trugbilder an den königlichen und kaiserlichen Höfen.

Hör ich da diese Höflichkeit aus dieser Klitzerwelt der Höfe und Paläste heraus?

Und heute…?

Die Höfe und Paläste sind inzwischen größer geworden, es sind jetzt zivilisierte Gesellschaften. In diesen sogenannten zivilisierten Gesellschaften sind die Trugbilder von Status, Etikette, Fassade die Grundlagen fürs Dazugehören.

Fressen oder Gefressenwerdens scheint der Lösungsansatz des heutigen Überlebensmodus. Waren die Kannibalen einst Aussätzige, scheint es heute zum guten Ton zu gehören, Contenance bitte… wir wollen doch dazugehören.

Willkommen im kannibalischen Konsumismus


02. Oktober- veränderliches Verständnis

Impressionen auf Sizilien- Alcantara Schlucht

Die Natur verändert ihr natürliches Sein so gut wie gar nicht … Wir verändern lediglich unser Verständnis von ihr fortlaufend.

Masanobu Fukuoka

Seit ich Masanobu Fukuoka und seinen klaren Blick auf dieses natürliche Sein kennenlernen durfte, spüre ich jeden Tag ein bisschen intensiver, was dieses natürliche SEIN bedeutet.

Kaktusfeige frisch vom Wegesrand

Geheimnis… die Natur war so großzügig und hat kein Preisschild gehängt und keine Rechnung geschickt. Das ist doch toll.

Eintauchen in diese Wunderwelt des natürlichen Seins gelingt uns inzwischen direkt vor unserer Haustür genauso gut, wie kopfüber irgendwo an der Wiege der Menschheit und ihren grossen Sagen des Odysseus.

Kopfüber eintauchen @Eigenaufnahme in der Alcantara Schlucht auf Sizilien

01. Oktober- Verlässlichkeit

Entscheidende Fragen

Ist es für mich bedeutsamer, dass sich Andere auf mich verlassen können, oder dass ich mich auf mich verlassen kann?

Uwe Anger 16. August 2026

Manchen Fragen müssen wir uns eben stellen und vielleicht ist es sogar noch entscheidender, dass wir uns manche Fragen überhaupt stellen.

Diese entscheidenden Fragen für mich zu beantworten, sehe ich für mich als Lebensaufgabe.


30. September- Trägheit

Sinnbild der Trägheit und Veränderung

Es gibt etwas, das nennt sich Trägheit. Die sorgt dafür, dass Dinge genau das machen wollen, was sie vorher gemacht haben.

Alfred Achtsam 12.August 2026

Energiesparen ist heute angesagt. Darauf ist auch unser Gehirn getrimmt. Wir neigen deshalb immer dazu, genau das zu tun, woran wir uns gewöhnt haben.

Entweder wir jagen wie die Bekloppten nach dem Wind und nichts scheint uns aufzuhalten, oder wir bekommen den Arsch nicht hoch und nichts scheint uns in Bewegung zu bringen.

Erinnert mich irgendwie ans Bus- oder S-Bahnfahren. Steht die Kiste und fährt plötzlich los, flieg ich in die entgegengesetzte Richtung. Ich will eben stehen bleiben. Geht der Fahrer plötzlich auf die Bremse, flieg ich fast um, weil ich in Fahrt bleiben will.

Und was hat das mit diesem Bücherstapel zu tun?

Das Who’s who der Permakultur

Unabhängig davon, dass es eine ganz besondere Auswahl ist, die uns aus dem Alltagstrott bringen kann, passt es irgendwie zu diesem physikalischem Phänomen der Trägheit.

Die diese Bücher geschrieben haben, haben das Phänomen der Trägheit mehrfach überwunden. Wenn die Bücher jedoch im Regal stehen, sind sie eine träge Masse. Nehme ich sie in die Hand, lese darin und probiere das eine oder andere aus, kann das wie Gasgeben oder Bremsen wirken.

Bücher Schreiben und Lesen kann Trägheit überwinden und Veränderung bewirken.


29. September- Unruhegeister

Zukünftige Unruhegeister in der Zukunftswerkstatt by #LebNatEne

Irgendetwas ist immer zu tun und wenn es nur atmen oder essen ist.

Alfred Achtsam 12.August 2026

Ich kann sie jeden Tag und überall hören die Unruhegeister. Und was die immer von sich geben…

Ich hab keine ZEIT. Ich muss noch dies und das erledigen.

Recht haben sie. Notfalls atme ich tief durch, oder ess irgendwas.

Manchmal, wenn ich so unter der Dusche stehe, fallen mir dann dazu noch solche Dinge ein:


28. September- das wahrhaft Beständige

Der Wechsel ist ein ständiger Begleiter des Lebens.

Henryk Marcin (Modest) Broder

Gerade war Tag und Nachtgleiche und schon wird jeder Tag um fünf Minuten kürzer. Der Mond erstrahlte gerade noch in voller Breite und schon nimmt er wieder ab.

Die Pilze reihen sich in diesen ewigen Wechsel ein und doch tragen sie wesentlich zur Beständigkeit des ewigen Wandels bei.

Und wir- sehnen uns so oft danach, dass irgendetwas Bestand haben möge. Doch da läuten plötzlich die Glocken an der Kirchturmuhr und erinnern mich daran, dass  die Zeit schon wieder die Stunde gewechselt hat und inzwischen ist es auch hell geworden.

Also auf in die 13. Woche vor dem Jahreswechsel.

Der Wechsel allein ist das Beständige.

Arthur Schopenhauer


Zum HEUREKA der Woche 39

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