16. August- Ehrlich mal

16. August- Ehrlich mal
Ich bin kein direkter Rüpel aber die Brennnessel unter den Liebesblumen.
Karl Valentin
Passt irgendwie auch zu mir.
Ich nehme das Leben immer seltener so tierisch ernst oder immer öfters etwas locker.
Ab und zu ecke ich auch schon mal an, oder geh anderen schon mal so richtig auf die Nerven. Aber das ist immer lieb gemeint.
Oder wie Karl Valentin es ausdrückte…
Jedes Ding hat drei Seiten. Eine positive, eine negative und eine komische.
15. August- glückloser Ehrgeiz oder ehrgeiziges Glück

Die meisten Menschen sind unglücklich, weil sie vom Glück zu viel verlangen. Der Ehrgeiz ist der größte Feind des Glücks. denn er macht blind.
Jean Paul Belmondo
Manchmal lohnt es sich, etwas länger an etwas dran zu bleiben. Genau wie das Nachdenken über Aussagen von Menschen hier im täglichen Kalenderblatt.
Bei diesem hartnäckigen Dranbleiben stellt sich dann ab und zu dieses Gefühl ein, was wir als wahres Glück bezeichnen. Ob letztlich am Ende Sieg oder Niederlage erreicht werden, ob alles gelingt oder ob ich scheitere, macht das Glück dann weder kleiner noch größer.
Der Ehrgeiz ist schon in seinem Ursprung etwas eher negativ behaftetes.
Das Wort setzt sich zusammen aus Ehre (êre) und Geiz (gīte = Gier, Habsucht, verlangen). In seiner ursprünglichen Form bedeutete es wörtlich: „die Gier nach Ehre“ oder „Sucht nach Ansehen und Anerkennung“
Wahrscheinlich stellt sich deshalb nach Erreichen eines Ziels oder eines Gipfels meist solche Leere ein, genau wie nach dem Kauf- Dich-glücklich-Einkauf.
So etwa mag ich es auch mit dem Leben sehen. Ob es morgen oder in weiter Ferne zu Ende geht, wird wohl niemand als Glück bezeichnen. Das Glück stellt sich hin und wieder beim Dranbleiben am Leben ein.
Oder ist es schon GLÜCK lebendig zu sein?
14. August- NICHTS als die Wahrheit

Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag.
Arthur Conan Doyle
Sherlock Holmes sprach diese Worte. Es ist nur eine Romanfigur in den kniffligen Krimis. Manchmal neigen wir dazu, Seiten mehrmals zu lesen, um den Fall zu verstehen oder den Fall aufzudecken.
Und die nackte Wahrheit im realen Leben, wie lässt die sich aufdecken? Vielleicht so…
Stell dir vor, du liest ein Buch, ohne je eine Seite zurückblättern zu können.Wie aufmerksam würdest du lesen?
So ist das Leben
13. August- Nachdenkl ICH

Forschung ist etwas, das jeder tun kann und jeder tun sollte. Es ist einfach das Sammeln von Informationen und das systematische Nachdenken darüber.
Raewyn Connell
Forschung, ja vielleicht nenn ICH es lieber Erforschung, doch wen oder was. Am Besten erforsch ich mICH. Welche Informationen kann ich da sammeln. Das macht mich tatsächlich Nachdenkl ICH und schon fällt mir folgendes dazu auf oder ein:
Nachdenkl ICH
Gerade hab ich nachgedacht, Was dieses ICH wohl mit mir macht.
Da hat doch dieses ICH ganz laut gelacht.
Und dann gab’s einen Riesenkrach, denn WIR haben uns darüber kaputt gelacht.
ICH der Uwe Anger 13. August 2026
12. August- täglicher Glücksfall
Menschliches Glück stammt nicht so sehr aus großen Glücksfällen, die sich selten ereignen, als vielmehr aus kleinen glücklichen Ümständen, die jeden Tag vorkommen.
Benjamin Franklin
Als gestern Wanda, Lotta und Marta vollkommen eigenständig und gemeinsam mit den Pferden im KidsCamp bei #LebNatEne spielerisch lernten, war das einer dieser glücklichen Umstände. Die drei Mädchen sind erst kurz vor Eintritt ins fünfte Schuljahr.

Als ich gerade diesen Gedanken schreibe, fällt mir eine Liedzeile von Salvadore Adamo ein, der einfühlsam solche Glücksmomente im Jahr 1972 zu beschreiben wusste.
Ein kleines Glück wird einmal groß
Wenn du nur warten kannst Dann fällt es auch in deinen Schoß…
Es hat sich daran nie etwas geändert.
Ich glaub, es ist eben ein sogenannter EverGreen.
11. August- traurige Intelligenz oder intelligente Traurigkeit

Traurigkeit wird durch Intelligenz verursacht. Je mehr du bestimmte Dinge verstehst, desto mehr wünschst du dir, du würdest sie nicht verstehen.
Charles Bukowski
Was ist denn Intelligenz? Was kann ich verstehen? Warum könnte ich traurig sein? Was ist überhaupt Traurigkeit?
Warum denken wir Menschen uns sowas aus?
Knietzsche meint, Traurigkeit ist wie ein grauer Nebel, der in dich hineinkriecht und dich so schlapp macht, dass nichts mehr Spaß macht.
Doch wer ist Knietzsche? Knietzsche ist der kleinste Philosoph der Welt. Der ist so weise, der braucht keine Intelligenz um etwas zu erklären. Drum sieht er die Traurigkeit wie das Wetter.
Seine Wettervorhersage lautet:
Leben ist immer wechselhaft.

Bis dahin ein paar Zeilen von Hermann Hesse zur Traurigkeit, er nannte sein Gedicht:
Im Nebel

… und jetzt auf zu Knietzsche

10. August- Zeit für Kreativität

Empfehlung für Kreativität: Etwas Anderes zu tun als das, was zu tun ist.
Wilhelm Schmid in SCHAUKELN Die kleine Kunst der Lebensfreude
Was ist zu tun? Wer legt das bloß fest und warum?
Wenn ich das offenen Auges und freien Blicks auf alles betrachte, dann ist Kreativität einmal die Befreiung von jeglichen Vorgaben und vorhandenen Denkmustern.
Ich frage nicht mehr: darf ich das. Ich probiere aus und achte nur darauf, dass ich niemanden schade.
Fast alles Lebendige läuft nach einem genetischen Programm ab. So ist auch Wundervolles entstanden und dann? Dann war das Pferd da, oder die Tomate oder die Brombeere. Dann kommen diese Lebewesen aus der Nummer nicht mehr raus. Sie sind praktisch fertig, wunderschön, immer wieder einmalig. Aber sie müssen tun, was zu tun ist.

Letztlich ist der Mensch nicht anders. Wir nehmen uns selbst nur schon wahr. Naja, manchmal oder viel zu oft eben auch nicht. Wir stehen am Tor der absoluten Befreiung. Doch hinter diesem Tor ist es kunterbunt, doch wir sehen oft nur die totale Finsternis. Hier kommt für mich die Kreativität ins Spiel.
Kreativität ist die höchste Stufe der Evolution.
Ich gehe hinaus aus dem Tor und mache was vollkommen Neues, mische die Farben zu einem neuen Bild. Ich lasse die schützenden Vorgaben hinter mir und lasse mich auf das ein, was dabei entsteht.
Da schreckt so mancher zurück, macht das Tor wieder zu und fühlt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten wohl. Dagegen gibt es nichts einzuwenden. Doch dann tue ich, was zu tun ist.
Kreativität ist ein Schritt weiter.
